Würzburg nimmt
Vorreiterrolle ein

Neuer Anschub für Selbsthilfe in der Region
Von unserem Redaktionsmitglied
CHARLOTTE BREYER
medizinischen als auch im psycho-sozialen Bereich mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Würzburg nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Mit inzwischen 300 Gruppen existieren hier doppelt so viele Gruppen wie in anderen vergleichbaren Städten. Ingrid Weimann-Bergmann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Unterfranken informierte ergänzend über 640 rechtlich selbstständige Mitgliedsorganisationen mit etwa 1200 Einrichtungen in Bayern.
Dass in Deutschland eine halbe Million Menschen jährlich eine Schädigung des Gehirns erleiden und in vielen Fällen ein Schlaganfall, voraus gegangen ist, betonte Professor Dr. Rolf Schneider. Auch bei der Rehabilitation dieser Patienten kommt der Selbsthilfe große Bedeutung zu. Schneider, Vorsitzender des Ausschusses "Rat und Hilfe" und wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Schlaganfallstiftung, wies darauf hin, dass die Stiftung Regional-beauftragte - in der Regel Fachärzte an Kliniken - ernennt, die vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
WÜRZBURG In der Neuropsychologie, bei der Therapie von Menschen, die nach Schlaganfall oder Verletzungen Schädigungen des Gehirns erlitten haben, ist Selbsthilfe ein wichtiger Faktor der Behandlung. Zu einem Erfahrungsaustausch über das Thema "Regionale Selbsthilfe in Unterfranken" hatte deshalb |das Zentrum für Klinische Neuropsychologie gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfallstiftung in das Senioren-Pflegestift der Stiftung Juliusspital eingeladen.
Gerhard Müller und Herbert König, beide klinische Neuropsychologen, veranstalteten damit das 24. NeuroLoquium seit Bestehen dieser Einrichtung. Theresa Keitel vom Selbsthilfebüro Würzburg, seit März als Leiterin der neuen Büros für Selbsthilfekoordination Bayern (Se-Ko Bayern) mit dem Aufbau dieser Einrichtung befasst, definierte Aufgabe und Wirkung von Selbsthilfegruppen, die in Deutschland seit den siebziger Jahren sowohl im

Mainpost, vom 18.05.2002